Spielbericht

16. Spieltag Kreisliga Diepholz
TuS Wagenfeld : TSV Okel

Aufstellung (5-3-1-1): Lucas - Clemens, Steffen(c), Manu, Manic, Hasan - Jörn (89. Zandi), Tom, Ahmed - Rico - Marvin (46. Kenneth)

Statistiken zum Spiel: Wagenfeld/Okel
Schüsse: 19 / 4
Schüsse aufs Tor: 10 / 3
Ecken: 5 / 1
Fouls: 15 / 17
Gelbe Karten: 5 / 1
Abseits: 1 / 3

Die Okeler erwischten einen ordentlichen Start und konnten bereits in der zweiten Minute die ersten Torannäherung verbuchen: Eine Freistoßflanke von Rico kam gefährlich vors Tor, wo aber letztlich kein Okeler ran kam.
Auf der anderen Seite versuchten es die Wagenfelder zunächst aus der Distanz, aber die Fernschüsse stellten Lucas nicht vor Probleme (7. und 9.).
Der Plan, mit Fünferkette und Manndeckung gegen den "10ner" zu spielen, löste sich nach acht Minuten auf, da Wagenfelds Topspieler verletzt ausgewechselt werden musste - danach stellte Okel das System wieder auf das gewohnte 4-2-3-1 um.
Nach Ballgewinn machten unsere Jungs das Spiel schnell: Rico wurde im Zentrum angespielt und versuchte dann auf den rechts außen gestarteten Jörn durchzustecken, gerade noch so bekam ein Verteidiger den Fuß dazwischen, ansonsten wäre daraus sicher eine dicke Chance entstanden (11.).
In der 20. Spielminute spielten die Okeler ihren besten Angriff an diesem Nachmittag: Der Ball lief durchs Mittelfeld, Marvin wühlte sich über links durch, bediente im Strafraum Ahmed, der zentral auf Rico weiterleitete, aber ehe Okels Nummer 10 zum Schuss kommen konnte, wurde er von hinten gelegt - ein glasklarer Elfmeter, aber die Pfeife des Schiedsrichters blieb unverständlicherweise stumm.
Diese Szene war ein kleiner Knackpunkt im Okeler Spiel, beziehungsweise wirkte als Weckruf für die Gastgeber, die in der Folge immer stärker wurden.
Nach einem Steckpass war Wagenfelds Stürmer auf und davon, schoss den Ball am herausstürmenden Lucas, aber auch am Tor vorbei (26.) - dies war bis dato die beste Chance des Spiels.
Auch nach einer guten halben Stunde war der Tabellenführer optisch überlegen, kam aber aus eigener Kraft nicht zu weiteren guten Chancen, es blieb zumeist bei Fernschüssen.
Aber dann unterlief den Okelern ein unnötiger Fehler im Aufbauspiel und im Stile einer Spitzenmannschaft nutzten die Wagenfelder dies eiskalt aus: Ein Pass nach außen, präzise Flanke auf den langen Pfosten, Treffer aus kurzer Distanz - 1:0 (34.).
Und nur zwei Minuten später sahen die rund 100 Zuschauer fast eine Kopie des ersten Treffers - aber das vermeintliche 2:0 wurde wegen Abseits nicht gegeben, eine knifflige Entscheidung.
Zehn Minuten später ging es dann mit 1:0 bei 7:0 Schüssen in die Halbzeit - die Führung war schon verdient, trotzdem wurde in der Pause natürlich über die Elfmetersituation (20.) gesprochen.

Okel hatte sich für die zweite Halbzeit viel vorgenommen, denn schließlich stand es ja nur 1:0 - mit viel Schwung kamen aber zunächst die Wagenfelder aus der Kabine.
Zunächst strich ein Fernschuss knapp über den Kasten (46.), dann dribbelte der Spielmacher in den Strafraum und holte fast an der Grundlinie einen Elfmeter heraus (47.).
Lucas, der die letzten drei Elfmeter gegen Okel allesamt gehalten hatte, ahnte auch dieses Mal die Ecke und tauchte nach links unten ab, aber der Strafstoß war zu gut geschossen: 2:0 (48.).
Nur wenige Momente später bewahrte Lucas die Okeler vor einem noch höheren Rückstand: Einen Abschluss aus 12 Metern lenkte er spektakulär über den Querbalken (49.).
Nach 57 Minuten kam unser Team endlich zum ersten Torschuss (!): Rico zimmerte einen Freistoß aus etwa 25 Metern wuchtig aufs Tor, aber der Keeper hielt das Geschoss sicher.
Vier Minuten später startete der eingewechselte Kenneth einen Sololauf, der erst im Strafraum sein Ende fand - dieses Mal pfiff der insgesamt schwache Schiedsrichter Elfmeter für Okel (und lag wohl auch hier daneben).
Rico jagte den Ball in seinem typischen Stil aufs Tor, aber der Keeper tauchte blitzschnell ab und konnte den Elfer abwehren (62.) - eine sehr starke Parade!
Lange Zeit zu ärgern brauchten sich die Okeler allerdings nicht, denn schon bei der anschließenden Ecke zappelte der Ball im Netz: Clemens markierte den so wichtigen Anschlusstreffer (62.) - bereits sein drittes Tor in den vergangenen drei Partien - eine Superquote für einen Außenverteidiger!
Okel wurde danach immer offensiver, jedoch ohne zu zwingenden Abschlüssen zu kommen, und die Wagenfelder nutzten ihre Möglichkeiten nicht gut aus, sodass es bis zuletzt spannend blieb.
Lucas hielt Okel gleich mehrfach im Spiel: (64. und 72.) dazwischen vergab ein Stürmer freistehend aus 12 Metern (70.).
Nach 80 Minuten versuchte es ein Wagenfelder ganz frech von der Mittellinie, der Ball wurde immer länger und ging dann knapp drüber, der weit aufgerückte Lucas wäre aber wohl noch rechtzeitig zur Stelle gewesen.
Trotz hitziger Schlussminuten ließen die Wagenfelder hinten nichts mehr zu und retteten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Unterm Strich ein verdienter 2:1-(1:0)-Erfolg für die ambitionierten Wagenfelder, die über weite Strecken des Spiels bissiger und abgeklärter waren als unsere Mannschaft.
Unsere Jungs fanden über 90 Minuten ihren Rhythmus nicht und ließen sich auch von der harten Gangart des Gegners plus den vielfach grenzwertigen Zuschauern beeinflussen.
Aber es ist natürlich auch keine Schande gegen eins der absoluten Spitzenteams der Kreisliga zu verlieren - es muss schon viel passieren, dass Wagenfeld diese Saison nicht aufsteigt.
Unser nächstes und letztes Punktspiel im Jahr 2018 bestreiten wir am kommenden Sonntag, den 2. Dezember, gegen die Reserve des FC Sulingen. Anpfiff ist um 14 Uhr - das Hinspiel im August konnten unsere Jungs durch Tore von Jörn und Rico mit 2:1 gewinnen.

Beim TSV Okel waren heute im Kader:
Lucas Feldmann (1), Kai-Uwe Quast (2), Steffen Quast (3), Manic Alms (4), Thimo Eggers (6), Marvin Zwiebler (7), Ahmed Khatib (9), Rico Volkmann (10), Kenneth Lange (11), Jörn Kastens (12), Alexander Kühn (13), Tom Holthusen (16), Janek Eggers (17), Manuel Hopp (18), Hasan Sabehaioun (23), Clemens Backhaus (24)

Nick H.