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11.10.2020, 15:00 Uhr
1. Herren


TSV Okel - TV Stuhr

2 : 1
Bezirksliga 7. Spieltag
TSV Okel : TV Stuhr

Aufstellung (3-4-1-2): Lucas – Tom(c), Manu, Ralf – Clemens, Jörn (46. Ahmed), Kevin, Richy – Rico – Marlon (75. Mathis), Kenneth (80. Flo)

Statistiken zum Spiel: Okel/Stuhr
Schüsse: 13 / 11
Aufs Tor: 7 / 3
Ecken: 2 / 6
Fouls: 11 / 12
Gelbe Karten: 0 / 1
Abseits: 2 / 1

Am letzten Spieltag der Hinrunde trafen in Okel die bis dato beiden einzigen Teams ohne Sieg aufeinander – Abstiegsgipfel zumindest auf dem Papier. Rund 130 Okeler Zuschauer verfolgten am Sonntagnachmittag die Partie und sahen ihren TSV von Beginn an hoch motiviert auftreten. Eingeleitet von Richy kamen die Grüngelben direkt mit dem ersten richtigen Angriff zum Erfolg: Nach starker Balleroberung bediente er rechts außen Kenneth, der am Strafraum auf Jörn ablegte und Okels Nummer 12 traf im zweiten Versuch aus 13 Metern ins kurze Eck: 1:0 (6.). Aber die Freude über die Führung währte nur wenige Minuten, denn nachdem Manu und Tom einen Angriff klärten und der Stürmer über seine eigenen Beine stolperte, pfiff der Schiedsrichter unerklärlicherweise Elfmeter. Die Gäste nahmen das Geschenk dankend an und erzielten vom Punkt den 1:1-Ausgleich (11.). Die Okeler brauchten in der Folge einige Minuten um sich von dem Schock zu erholen, übernahmen dann aber wieder die Spielkontrolle und drängten auf die erneute Führung. Clemens schickte Marlon auf die Reise, der mit Ball am Keeper vorbei sauste, von links außen dann den Lupfer versuchte, allerdings war ein Verteidiger auf die Linie zurück geeilt und konnte das Spielgerät noch abwehren; der Klärungsversuch fiel Kenneth vor die Füße, aber auch der Abschluss von Okels anderem Stürmer fand nicht den Weg ins Netz (23.). Auch die nächste Chance hatte Okels Dauerläufer, dieses Mal kam Kenneth nach Vorarbeit von Ralf aus 15 Metern zum Schuss, den der Keeper aber per Fußabwehr entschärfte (26.). Auch an der nächsten Okeler Möglichkeit war unsere Nummer 11 maßgeblich beteiligt, nun wieder als Vorbereiter für Rico, der aus 16 Metern zum Abschluss kam, aber Pech hatte, dass ein Stuhrer noch seine Gräten dazwischen bekam und das Leder zur Ecke ablenkte (29.). Die erneute Führung war nach einer halben Stunde längst überfällig! Zwei gefährliche Szenen gab es vor der Pause noch, natürlich beide für Okel: Nach einer Ecke flipperte der Ball gefährlich durch den Stuhrer Strafraum und ging schlussendlich von Toms Kopf am Kasten vorbei (32.) und bei einem weiteren Angriff klatschte der Ball sogar auf die Latte – allerdings war die Szene kurz zuvor abgepfiffen worden, als ein Stuhrer hingefallen war - das jedoch ohne gegnerische Einwirkung. Mit einem für die Gäste mehr als schmeichelhaften Zwischenstand von 1:1 ging es dann in die Halbzeit. Eine Zwei- oder Drei-Tore-Führung für die Gastgeber wäre völlig in Ordnung gewesen. Selbst trotz der seltsamen Elfmeterentscheidung.

Für den Torschützen zum 1:0 ging es verletzungsbedingt nach der Pause nicht mehr weiter, für Jörn kam Ahmed ins Mittelfeld der Okeler, die auch sofort wieder die Initiative ergriffen: Kenneth probierte es aus der Drehung mit links (47.). Die nächste Szene sah zunächst harmlos aus: Richy flankte einen Freistoß aus dem Halbfeld Richtung Tor, rund 40 Meter weit segelte das Leder durch die Luft, der Torwart stieg hoch um den Ball runter zu pflücken, ließ ihn dann aber durch die Hände flutschen und die Kugel trudelte ins Tor: 2:1 (50.). Am Ende fragt keiner mehr, wie die Tore gefallen sind – aber so ein krummes Ding passte auf jeden Fall zum Spiel! In der Folge stand Okel tief und lauerte auf Konter, Ansätze und vielversprechende Möglichkeiten gab es zuhauf, aber nur allzu selten wurde es tatsächlich gefährlich. Oft bliebt der finale Pass in der Abwehr hängen oder es wurde einfach die falsche Entscheidung im Strafraum getroffen. Und jede weitere ungenutzte Chance, das Spiel zu entscheiden, trug nicht dazu bei, dass Okel mal Ruhe ins Spiel bekam – es blieb hektisch vom Start bis zum Ende. Von Stuhr kam offensiv zwar herzlich wenig, außer einige Distanzschüsse in oder neben den Fangzaun. Gefährlichste Szene war ein Kopfball nach einer Flanke von links, der am langen Eck vorbei kullerte (61.). Nach einer guten Stunde eroberte Marlon links im Strafraum den Ball, legte quer auf Rico, der aus 16 Metern stramm abzog und den Keeper zu einer Glanzparade zwang, gerade so konnte dieser das Geschoss noch um den Pfosten herum lenkten (63.). Nach der anschließenden Ecke landete die zu kurze Kopfballabwehr wieder bei Rico, der noch zwei Verteidiger mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen ließ und dann aus 14 Metern mit links abzog, aber erneut den Torwart nicht überwinden konnte (64.). Mit zunehmender Spieldauer schwanden bei den Okelern etwas die Kräfte und es kamen kaum noch gefährliche Angriffe zustande. Es lief schon die 77. Minute, als Okel die nächste hundertprozentige Möglichkeit bekam: Rico wurde über rechts geschickt, lief in den Sechzehner und legte dann uneigennützig quer, aber sowohl Ahmed als auch Kenneth verpassten die Hereingabe und somit auch die Entscheidung. In den letzten zehn Minuten begann dann ein wenig das Zittern. Okel war platt und versuchte nur noch das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Die Gäste hatten zwar viel Ballbesitz, aber mehr als diverse Flanken ins Nichts und einige Eckbälle kamen nicht mehr zustande, letzte und beste Chance war ein Schuss aus 17 Metern halblinker Position, der allerdings an einem Abwehrspieler abprallte (83.). Nach 91 Minuten war dann endlich Schluss und alle Okeler sichtlich erleichtert und glücklich über den ersten Dreier der Saison!

Hochverdient besiegte Okel Stuhr – das Ergebnis von 2:1 (1:1) spiegelt den Spielverlauf in keinster Weise wieder, ein Heimsieg mit vier Toren Unterschied und zu Null wäre absolut gerechtfertigt gewesen. Unterm Strich muss man aber dankbar sein, dass so ein Elfmeterpfiff letztlich nicht über Sieg oder Niederlage entschieden hat. Denn Stuhr hatte im gesamten Spiel nicht eine einzige gefährliche Chance zustande gebracht. Ganz im Gegensatz dazu unsere Jungs, die sich nach einer sehr guten Vorstellung endlich mit 3 Punkten belohnten. Und nun auch die rote Laterne an Stuhr abgegeben haben. Nächste Woche steht schon das erste Rückspiel an und gleich das Stadtderby beim SV Heiligenfelde. Gespielt wird am Sonntag, den 18. Oktober, um 15 Uhr. Nach dem 0:5 Anfang September haben wir da auf jeden Fall noch eine Rechnung offen, immerhin liegt Heiligenfelde auch nur 3 Punkte vor uns in der Tabelle auf Platz 6.

Beim TSV Okel waren heute im Kader:
Lucas Feldmann (1), Fynn Seidel (4), Kevin Volkmann (6), Mathis Wernicke (7), Florian Maeße (8), Ahmed Khatib (9), Rico Volkmann (10), Kenneth Lange (11), Jörn Kastens (12), Marlon Reyher (15), Tom Holthusen (16), Manuel Hopp (18), Ralf Hüneke (20), Maarten Falkenstern (22), Clemens Backhaus (24), David Doormann (29), Richy Rabba (39)

Nick H.